Faszination
Es ist diese Erinnerung, die sie immer wieder zurückbringt.
Nicht einmal an den ganzen Traum erinnert sie sich. Nur an einzelne Momente, die irgendwo in ihr hängen geblieben sind.
Seine Stimme.
Dieser Blick.
Und die Berührung an ihrer Wange, die sich in ihrer Erinnerung viel wärmer anfühlt, als sie es eigentlich dürfte.
Sie erinnert sich daran, wie nah er gewesen war. An seinen Atem, der ihre Haut streifte, und an dieses kurze Innehalten, bevor seine Hand sie berührte.
Es war nur ein Augenblick.
Und trotzdem hat er etwas in ihr hinterlassen.
Manchmal schließt sie die Augen und ist wieder dort. Sie spürt dieses leise Ziehen in ihrem Bauch, dieses Kribbeln, das damals ganz plötzlich da war. Als hätte ihr Körper schneller verstanden als ihr Kopf, dass dieser Fremde ihr nicht gleichgültig bleiben würde.
Am deutlichsten erinnert sie sich an seine Augen.
Daran, wie sie sich in seinem Blick verloren hatte und für einen Moment vergessen hatte, dass sie ihn überhaupt nicht kannte.
Vielleicht war es genau das, was sie so fasziniert.
Dass sie nichts über ihn wusste und trotzdem sofort dieses Gefühl da war.
Diese Nähe.
Diese Spannung.
Dieses leise Was wäre, wenn …?, das seitdem immer wieder auftaucht.
Und jedes Mal, wenn sie daran denkt, beginnt ihr Kopf die Geschichte ein kleines Stück weiterzuschreiben.



